Produkt 1

FFPV-Potenzialanalyse

Verbandsgemeinde + Einzelflächen

Die FFPV-Potenzialanalyse findet Flächen, die sich für Freiflächen-Photovoltaik eignen — über eine mehrstufige Verschneidung von Gelände, Bodenqualität, Netznähe, Schutzgebieten und Planungsrecht. Jede Fläche erhält einen Eignungsscore von 0–100 und eine Ertragsprognose.

Die Idee dahinter

Nicht jede freie Fläche eignet sich für Photovoltaik. Wirtschaftlich sinnvoll ist sie dort, wo viele Faktoren zusammenkommen: ausreichend große, gut erschlossene Flächen mit kurzem Weg zum Stromnetz, ohne Konflikt mit hochwertigem Ackerboden, Naturschutz oder Hochwasser — und idealerweise dort, wo das Planungsrecht den Bau erleichtert.

Die Analyse prüft diese Faktoren für jede Fläche systematisch und bringt sie auf einen vergleichbaren Eignungsscore (0–100) samt Ertragsabschätzung. So lassen sich Standorte über Gemeinden hinweg objektiv priorisieren, statt sie einzeln zu beurteilen.

So läuft die Analyse

01
Flächenauswahl Landwirtschaft, Brachen und vegetationslose Flächen aus amtlichen Liegenschaftsdaten (ALKIS), inklusive topografischer Filterung (Hangneigung < 10°, südausgerichtet).
02
Restriktionen ausschließen Wohnbebauung (±200 m Puffer), Naturschutz- und FFH-Gebiete sowie häufige Hochwasserzonen werden entfernt.
03
Bewertung & Attribute Ackerzahl, Distanz zum nächsten Umspannwerk oder zur nächsten Trafostation als Mittelspannungsindikator, Hochwasserrisiko und Privilegierungskorridore (BauGB §35, EEG) fließen in den Eignungsscore ein.
04
Zuordnung & Export Geometrien werden bereinigt, Flächen den Verbandsgemeinden zugeordnet und als Potenzialflächen mit Score und Ertragsprognose exportiert.

Was den Eignungsscore bestimmt

Der Score bündelt Flächeneigenschaften, Nutzungskonflikte und planungsrechtliche Vorteile. Die Werte rechts zeigen die jeweils maximalen Pluspunkte; Abzüge für Hangneigung, Hochwasser und sehr ungünstige Flächenformen werden anschließend verrechnet.

Fläche & Netznähebis +23

Bevorzugt gut nutzbare Größen, ohne „größer ist immer besser“ zu unterstellen.

Gewichtung: Flächengröße bis +15 mit Sweet-Spot bei 2–10 ha; geometrische Nähe zum nächsten möglichen Netzanschluss bis +8 innerhalb von 6 km.
Nutzungskonfliktbis +55

Geringer Nutzungskonflikt, einfache Bebaubarkeit.

Gewichtung: geringe Ackerzahl bis +25; Brache +30, vegetationslos +20. Mittlere bis hohe Ackerzahlen führen zu Abzügen.
Planungsrechtbis +30

Erleichtert Genehmigung und Förderung.

z.B. privilegierter Bereich nach BauGB §35 (200 m); EEG-Förderkulisse (500 m).

Was den Score senkt: Konflikte ziehen Punkte ab — hochwertiger Ackerboden (hohe Ackerzahl), Hangneigung, Hochwasserrisiko (HQ100 / Extremereignisse) sowie stark zerschnittene, schmale Flächen. Der Netzwert beschreibt nur die geometrische Nähe zu einem möglichen Anschluss; freie Kapazität und tatsächliche Anschlusskosten müssen projektbezogen geprüft werden. Das Endergebnis wird auf 0–100 begrenzt.

Datenquellen

Datensouveränität: ausschließlich amtliche und offene Geodaten, vollständig nachvollziehbare Verarbeitung — keine proprietären Drittquellen.

DatensatzQuelleNutzung
Digitales GeländemodellAmtliche Geobasisdaten der LandesvermessungsverwaltungenHangneigung & Südausrichtung
Liegenschaftsdaten (ALKIS)Amtliche Liegenschaftsdaten der LänderFlächenauswahl & Flächentyp
BodengüteAmtliche Bodenschätzungsdaten der LänderAckerzahl
NaturschutzBundesamt für Naturschutz (BfN)Ausschluss geschützter Gebiete
HochwassergebieteBundesanstalt für Gewässerkunde (BfG)Hochwasserrisiko
VerkehrswegeOpenStreetMapPrivilegierung (BauGB §35, EEG)
StromnetzALKIS + OpenStreetMapDistanz zum nächsten plausibilisierten Umspannwerk (bei OSM nach expliziter Spannung, sonst wie bei ALKIS ab 2.000 m² Anlagenfläche) und zur nächsten Trafostation als Indikator für das Mittelspannungsnetz
VerwaltungsgrenzenBKGZuordnung zu Verbandsgemeinden

Einschränkungen

Die Analyse zeigt technisch geeignete Potenzialflächen. Vor einer Projektentwicklung müssen folgende Punkte einzeln geklärt werden:

Alle Werte sind Richtwerte. Für eine belastbare Projektplanung ist eine standortgenaue Einzelfallprüfung erforderlich.