FFPV-Potenzialanalyse
Die FFPV-Potenzialanalyse findet Flächen, die sich für Freiflächen-Photovoltaik eignen — über eine mehrstufige Verschneidung von Gelände, Bodenqualität, Netznähe, Schutzgebieten und Planungsrecht. Jede Fläche erhält einen Eignungsscore von 0–100 und eine Ertragsprognose.
Die Idee dahinter
Nicht jede freie Fläche eignet sich für Photovoltaik. Wirtschaftlich sinnvoll ist sie dort, wo viele Faktoren zusammenkommen: ausreichend große, gut erschlossene Flächen mit kurzem Weg zum Stromnetz, ohne Konflikt mit hochwertigem Ackerboden, Naturschutz oder Hochwasser — und idealerweise dort, wo das Planungsrecht den Bau erleichtert.
Die Analyse prüft diese Faktoren für jede Fläche systematisch und bringt sie auf einen vergleichbaren Eignungsscore (0–100) samt Ertragsabschätzung. So lassen sich Standorte über Gemeinden hinweg objektiv priorisieren, statt sie einzeln zu beurteilen.
So läuft die Analyse
Was den Eignungsscore bestimmt
Der Score bündelt Flächeneigenschaften, Nutzungskonflikte und planungsrechtliche Vorteile. Die Werte rechts zeigen die jeweils maximalen Pluspunkte; Abzüge für Hangneigung, Hochwasser und sehr ungünstige Flächenformen werden anschließend verrechnet.
Bevorzugt gut nutzbare Größen, ohne „größer ist immer besser“ zu unterstellen.
Geringer Nutzungskonflikt, einfache Bebaubarkeit.
Erleichtert Genehmigung und Förderung.
Was den Score senkt: Konflikte ziehen Punkte ab — hochwertiger Ackerboden (hohe Ackerzahl), Hangneigung, Hochwasserrisiko (HQ100 / Extremereignisse) sowie stark zerschnittene, schmale Flächen. Der Netzwert beschreibt nur die geometrische Nähe zu einem möglichen Anschluss; freie Kapazität und tatsächliche Anschlusskosten müssen projektbezogen geprüft werden. Das Endergebnis wird auf 0–100 begrenzt.
Datenquellen
Datensouveränität: ausschließlich amtliche und offene Geodaten, vollständig nachvollziehbare Verarbeitung — keine proprietären Drittquellen.
| Datensatz | Quelle | Nutzung |
|---|---|---|
| Digitales Geländemodell | Amtliche Geobasisdaten der Landesvermessungsverwaltungen | Hangneigung & Südausrichtung |
| Liegenschaftsdaten (ALKIS) | Amtliche Liegenschaftsdaten der Länder | Flächenauswahl & Flächentyp |
| Bodengüte | Amtliche Bodenschätzungsdaten der Länder | Ackerzahl |
| Naturschutz | Bundesamt für Naturschutz (BfN) | Ausschluss geschützter Gebiete |
| Hochwassergebiete | Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) | Hochwasserrisiko |
| Verkehrswege | OpenStreetMap | Privilegierung (BauGB §35, EEG) |
| Stromnetz | ALKIS + OpenStreetMap | Distanz zum nächsten plausibilisierten Umspannwerk (bei OSM nach expliziter Spannung, sonst wie bei ALKIS ab 2.000 m² Anlagenfläche) und zur nächsten Trafostation als Indikator für das Mittelspannungsnetz |
| Verwaltungsgrenzen | BKG | Zuordnung zu Verbandsgemeinden |
Einschränkungen
Die Analyse zeigt technisch geeignete Potenzialflächen. Vor einer Projektentwicklung müssen folgende Punkte einzeln geklärt werden:
- Grundstückseigentum und Verkaufsbereitschaft
- Bebauungspläne und regionale Planungsziele
- Verfügbare Netzkapazität des örtlichen Verteilnetzbetreibers
- Wirtschaftliche Rentabilität im Einzelfall (Pacht, Anschlusskosten, genaue Erträge)
Alle Werte sind Richtwerte. Für eine belastbare Projektplanung ist eine standortgenaue Einzelfallprüfung erforderlich.
Vollständige technische Dokumentation
Der ausführliche Methodikbericht enthält die komplette Analysepipeline, alle Scoring-Komponenten mit Punktwerten, die Ertragsabschätzung je Bundesland und einen kompakten Quellen- und Lizenznachweis.
Der vollständige Bericht ist für Premiumkunden verfügbar.
Vollständigen Bericht öffnen